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Das Thema kurz und kompakt
Active Sourcing erreicht passive Kandidaten, die nicht aktiv auf Jobportalen suchen - ideal für KMU im Handwerk und technischen Bereich.
Geotargeting ermöglicht regionale Personalbeschaffung und reduziert Streuverluste, was besonders für KMU mit lokalem Fokus wichtig ist.
Eine starke Arbeitgebermarke und flexible Arbeitsmodelle sind entscheidend, um Talente anzuziehen und langfristig an dein Unternehmen zu binden.
Ein Handwerksbetrieb in Rosenheim sucht händeringend einen Elektriker, während ein Maschinenbauer in Bielefeld seit Monaten vergeblich versucht, einen CNC-Fräser zu finden. Die Personalbeschaffung für KMU ist oft eine Herausforderung, da Ressourcen und Expertise fehlen, um mit großen Konzernen zu konkurrieren. 78% der kleinen und mittleren Unternehmen geben an, Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Stellen zu haben. In diesem Artikel erfährst du, wie du als HR-Verantwortlicher oder Geschäftsführer eines KMU innovative Recruiting-Strategien einsetzt, um qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen und langfristig an dein Unternehmen zu binden. Entdecke, wie du Active Sourcing, Social Media Recruiting und Geotargeting effektiv nutzen kannst, um auch passive Kandidaten zu erreichen und deine Time-to-Hire deutlich zu reduzieren.
Die Herausforderungen der Personalbeschaffung im Mittelstand
Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stehen bei der Personalbeschaffung vor besonderen Herausforderungen. Im Vergleich zu Großkonzernen haben sie oft geringere Budgets und weniger Personalressourcen. Das macht es schwierig, im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte mitzuhalten. Viele KMU verlassen sich immer noch auf traditionelle Methoden wie Stellenanzeigen in lokalen Zeitungen oder Online-Jobportalen. Diese erreichen jedoch oft nicht die passiven Kandidaten, die nicht aktiv auf Jobsuche sind, aber dennoch offen für neue berufliche Möglichkeiten wären.
Ein weiteres Problem ist die mangelnde Bekanntheit der Arbeitgebermarke. Viele KMU sind in der breiten Öffentlichkeit unbekannt, was es erschwert, Talente anzuziehen. Potenzielle Bewerber informieren sich heutzutage umfassend über ein Unternehmen, bevor sie sich bewerben. Eine fehlende oder schwache Arbeitgebermarke kann dazu führen, dass qualifizierte Kandidaten sich für andere Unternehmen entscheiden.
Best Practice: Definiere deine Zielgruppe genau. Welche Qualifikationen, Erfahrungen und persönlichen Eigenschaften sollte der ideale Kandidat mitbringen? Je genauer du deine Zielgruppe kennst, desto gezielter kannst du deine Recruiting-Maßnahmen ausrichten. Nutze Active Sourcing, um gezielt nach passenden Kandidaten zu suchen, anstatt auf den Eingang von Bewerbungen zu warten.
Active Sourcing: Passive Kandidaten aktiv ansprechen
Active Sourcing ist eine proaktive Methode der Personalbeschaffung, bei der du gezielt nach potenziellen Kandidaten suchst und diese direkt ansprichst. Dies ist besonders effektiv, um passive Kandidaten zu erreichen, die nicht aktiv auf Jobportalen suchen. Active Sourcing erfordert jedoch Zeit und Expertise. Du musst die richtigen Kanäle finden, um deine Zielgruppe zu erreichen, und eine überzeugende Ansprache formulieren, die das Interesse der Kandidaten weckt.
Social Media Plattformen wie LinkedIn, Xing und Facebook sind ideale Kanäle für Active Sourcing. Hier kannst du gezielt nach Kandidaten mit bestimmten Qualifikationen und Erfahrungen suchen. Achte darauf, dass dein Unternehmensprofil auf diesen Plattformen professionell und ansprechend gestaltet ist. Veröffentliche regelmäßig interessante Inhalte, die deine Arbeitgebermarke stärken und potenzielle Bewerber anziehen.
Beispiel: Ein Maschinenbauunternehmen in Stuttgart suchte einen erfahrenen Konstrukteur. Durch Active Sourcing auf LinkedIn konnte das Unternehmen innerhalb von drei Wochen einen passenden Kandidaten finden, der zuvor nicht aktiv auf Jobsuche war. Die persönliche Ansprache und die Möglichkeit, sich unverbindlich über die Stelle zu informieren, überzeugten den Kandidaten, sich zu bewerben.
Social Media Recruiting: Fachkräfte dort erreichen, wo sie sich aufhalten
Social Media Recruiting ist eine weitere effektive Methode, um Fachkräfte zu erreichen. Insbesondere für KMU bietet Social Media die Möglichkeit, mit geringem Budget eine große Reichweite zu erzielen. Plattformen wie Facebook, Instagram und TikTok sind nicht nur für private Nutzer interessant, sondern auch für die Personalbeschaffung. Wichtig ist, dass du die richtige Plattform für deine Zielgruppe auswählst.
Für Handwerksberufe und technische Berufe eignet sich beispielsweise Facebook gut, da hier viele Fachkräfte aktiv sind. Instagram ist besonders bei jüngeren Zielgruppen beliebt und eignet sich gut für die Ansprache von Auszubildenden und jungen Fachkräften. TikTok kann genutzt werden, um auf spielerische Weise auf dein Unternehmen aufmerksam zu machen und das Interesse potenzieller Bewerber zu wecken.
Checkliste für Social Media Recruiting:
- Definiere deine Zielgruppe: Welche Plattformen nutzen sie?
- Erstelle ansprechende Inhalte: Bilder, Videos, Testimonials
- Nutze Geotargeting: Sprich Kandidaten in deiner Region an
- Interagiere mit deiner Zielgruppe: Beantworte Fragen, kommentiere Beiträge
- Messe den Erfolg deiner Kampagnen: Welche Maßnahmen bringen die wirksamsten Ergebnisse?
Geotargeting: Regionale Personalbeschaffung für KMU
Geotargeting ist eine Methode, bei der du deine Recruiting-Maßnahmen gezielt auf eine bestimmte Region ausrichtest. Dies ist besonders für KMU interessant, die in einer bestimmten Region tätig sind und Mitarbeiter aus der näheren Umgebung suchen. Durch Geotargeting kannst du Streuverluste vermeiden und sicherstellen, dass deine Anzeigen nur von potenziellen Bewerbern in deiner Region gesehen werden.
Geotargeting kann in verschiedenen Bereichen der Personalbeschaffung eingesetzt werden. Du kannst beispielsweise deine Stellenanzeigen auf Online-Jobportalen oder Social Media Plattformen gezielt in einer bestimmten Region ausspielen. Auch bei Active Sourcing kannst du Geotargeting nutzen, um gezielt nach Kandidaten in deiner Region zu suchen.
inga.one bietet Geotargeting als Teil des Recruiting-Services an. So kannst du sicherstellen, dass deine Stellenanzeigen nur von potenziellen Bewerbern in deiner Region gesehen werden. Das spart Zeit und Kosten und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass du passende Kandidaten findest. Ein Dachdeckerbetrieb in Köln konnte durch Geotargeting über inga. innerhalb von 31 Tagen zwei neue Mitarbeiter gewinnen.
Employer Branding: Eine attraktive Arbeitgebermarke aufbauen
Eine starke Arbeitgebermarke ist entscheidend, um Talente anzuziehen und langfristig an dein Unternehmen zu binden. Potenzielle Bewerber informieren sich heutzutage umfassend über ein Unternehmen, bevor sie sich bewerben. Eine positive Wahrnehmung als Arbeitgeber kann den entscheidenden Unterschied machen, ob sich ein qualifizierter Kandidat für dein Unternehmen entscheidet oder nicht.
Employer Branding umfasst alle Maßnahmen, die dazu beitragen, dein Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren. Dazu gehören beispielsweise eine ansprechende Karriereseite, authentische Testimonials von Mitarbeitern, eine aktive Präsenz auf Social Media und die Teilnahme an relevanten Branchenveranstaltungen. Wichtig ist, dass deine Arbeitgebermarke authentisch ist und die Werte und Kultur deines Unternehmens widerspiegelt.
Tipp: Frage deine Mitarbeiter, was sie an deinem Unternehmen schätzen und was sie anderen potenziellen Bewerbern erzählen würden. Nutze diese Erkenntnisse, um deine Arbeitgebermarke zu stärken und authentische Botschaften zu kommunizieren.
Flexible Arbeitsmodelle: Attraktivität für Fachkräfte erhöhen
In Zeiten des Fachkräftemangels ist es wichtig, sich von anderen Unternehmen abzuheben und attraktive Arbeitsbedingungen zu bieten. Flexible Arbeitsmodelle wie Homeoffice, Teilzeit oder Jobsharing können ein entscheidender Faktor sein, um Talente anzuziehen und zu halten. Insbesondere jüngere Generationen legen großen Wert auf eine gute Work-Life-Balance und die Möglichkeit, ihre Arbeitszeit flexibel zu gestalten.
Auch für KMU bieten flexible Arbeitsmodelle viele Vorteile. du könnest die Mitarbeiterzufriedenheit steigern, die Produktivität erhöhen und die Mitarbeiterbindung verbessern. Zudem können sie dazu beitragen, Kosten zu sparen, beispielsweise durch geringere Büroflächen oder weniger Fehlzeiten. Wichtig ist, dass du klare Regeln und Strukturen für flexible Arbeitsmodelle schaffst und sicherstellst, dass die Kommunikation und Zusammenarbeit im Team nicht darunter leiden.
Beispiel: Ein Softwareunternehmen in München führte flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit zum Homeoffice ein. Dadurch konnte das Unternehmen die Mitarbeiterzufriedenheit deutlich steigern und die Fluktuation reduzieren. Zudem konnte das Unternehmen neue Talente gewinnen, die zuvor aufgrund der unflexiblen Arbeitszeiten nicht in Frage gekommen wären.
More Links
Bundesagentur für Arbeit bietet weiterführende Informationen zu diesem Thema.
Destatis veröffentlicht aktuelle Daten und Studien.
ifo Institut stellt relevante Branchendaten bereit.
FAQ
Wie messe ich den ROI meiner Social-Recruiting-Kampagne konkret?
Um den ROI deiner Social-Recruiting-Kampagne zu messen, solltest du Kennzahlen wie die Anzahl der Bewerbungen, die Kosten pro Bewerbung, die Time-to-Hire und die Qualität der eingestellten Mitarbeiter berücksichtigen. Vergleiche diese Kennzahlen mit den Ergebnissen anderer Recruiting-Kanäle, um den Erfolg deiner Social-Recruiting-Kampagne zu bewerten. Nutze Tracking-Tools, um die Performance deiner Anzeigen zu überwachen und deine Kampagnen kontinuierlich zu optimieren.
Welche Social-Media-Plattform eignet sich am wirksamsten für welche Berufsgruppe?
Die Wahl der richtigen Social-Media-Plattform hängt von deiner Zielgruppe ab. LinkedIn ist ideal für die Ansprache von Fach- und Führungskräften, während Facebook sich gut für Handwerksberufe und technische Berufe eignet. Instagram ist besonders bei jüngeren Zielgruppen beliebt und TikTok kann genutzt werden, um auf spielerische Weise auf dein Unternehmen aufmerksam zu machen. Analysiere, wo deine Zielgruppe aktiv ist, und richte deine Recruiting-Maßnahmen entsprechend aus.
Wie unterscheidet sich Geotargeting von klassischer regionaler Stellenanzeige?
Geotargeting ermöglicht eine viel präzisere Ausrichtung deiner Recruiting-Maßnahmen als klassische regionale Stellenanzeigen. Du kannst deine Anzeigen gezielt in einem bestimmten Radius um deinen Unternehmensstandort ausspielen und sicherstellen, dass sie nur von potenziellen Bewerbern in deiner Region gesehen werden. Zudem kannst du Geotargeting mit anderen Kriterien wie Alter, Geschlecht oder Interessen kombinieren, um deine Zielgruppe noch genauer anzusprechen.
Ab welcher Mitarbeiterzahl lohnt sich ein systematisches Active Sourcing?
Ein systematisches Active Sourcing lohnt sich in der Regel ab einer Mitarbeiterzahl von 50 oder mehr. Ab dieser Größe ist der Bedarf an qualifizierten Fachkräften oft so hoch, dass es sich lohnt, aktiv nach potenziellen Kandidaten zu suchen, anstatt auf den Eingang von Bewerbungen zu warten. Auch für KMU mit weniger Mitarbeitern kann Active Sourcing sinnvoll sein, wenn sie Schwierigkeiten haben, bestimmte Positionen zu besetzen.
Welche versteckten Kosten übersehen Unternehmen beim klassischen Recruiting?
Beim klassischen Recruiting übersehen Unternehmen oft versteckte Kosten wie den Zeitaufwand für die Sichtung von Bewerbungen, die Durchführung von Vorstellungsgesprächen und die Einarbeitung neuer Mitarbeiter. Auch die Kosten für Fehlbesetzungen, die durch unpassende Kandidaten entstehen, werden oft unterschätzt. Durch den Einsatz moderner Recruiting-Methoden wie Active Sourcing und Pre-Screening kannst du diese Kosten reduzieren und die Effizienz deiner Personalbeschaffung steigern.




