Das neue Employer Branding? Kein Employer Branding!

Employer Branding ist das Allheilmittel für alle Herausforderungen im HR Bereich. Die eierlegende Wollmilchsau sozusagen. 


Das behauptet zumindest eine Fülle an Büchern, Consultants, Webinaren und How-To-Videos. Sie versprechen volle Recruiting-Pipelines, glückliche Mitarbeiter und sowieso eine Generalüberholung der Unternehmenskultur - nach innen und nach außen durch professionelles Hochglanz-Employer Branding. Aber was bedeutet Employer Branding eigentlich? Und gilt vielleicht auch in diesem Fall, dass nicht alles Gold ist, was glänzt? Okay, die letzte Frage war rhetorisch. Die Begründung für diese Ansicht möchte ich durch die Beantwortung der ersten Frage liefern. 


Employer Branding bedeutet, dass ein Unternehmen eine Arbeitgeber-Marke kreiert, die wiederum potenzielle neue Mitarbeiter begeistern und anziehen soll. Der Haken: oft bedeutet diese Strategie auch, dass diese Marke (strategisch und unternehmenspolitisch) ausgelagert wird. Das führt dann häufig zu einer unangenehmen Diskrepanz: nämlich dazu, dass die echte Unternehmenskultur nicht mit den Versprechen der Employer-Brand übereinstimmt. Am Beispiel Recruiting: wenn keine wertschätzende Kommunikation, inkl. eines zuverlässigen Absageprozesses erfolgt, kann die ganze kostspielige und zeitaufwändige EB-Kampagne umsonst gewesen sein. In Zeiten von Sozialen Netzwerken und Bewertungsportalen, wie Kununu, verbreiten sich negative Erfahrungen schneller, als je zuvor. Das Ergebnis: Unglaubwürdigkeit. 


Mein Fazit:

Das beste Employer Branding kommt nicht von einer Agentur. Es spiegelt sich auch nicht in einer Hochglanz-Webseite wieder, sondern in den eigenen Mitarbeitern, die gerne im Unternehmen arbeiten, gerne darüber berichten und somit die perfekten Botschafter/Influencer sind. Daraus folgt, dass das Employer Branding bereits beim Recruiting beginnt, wenn es nicht sogar der entscheidende Faktor ist. Schließlich legt der erste Eindruck oft den Grundstein für die weitere Beziehung und dieser wird auch weitergetragen, wenn es zu keiner Einstellung kommt. 


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Julia Kockel
Über mich

Julia Kockel

Studierte Philosophie und Germanistik an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und startete ihren Weg ins HR auf der Seite der Talente. In der Weiterbildungsbranche coachte sie Arbeitssuchende im Bewerben und half bei der Jobsuche. Der Gedanke, dass mit den klassischen Bewerbungsverfahren etwas nicht stimmt und die Erkenntnis, dass die Mühlen der Bürokratie langsam mahlen (zu langsam) führten sie zu inga. und damit in die Zukunft des HR. #lovefortalents

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